
Projektentwickler, Bauträger und Investoren stehen regelmäßig vor einer strategischen Grundsatzentscheidung: Sollen wir unsere Softwarelösung selbst entwickeln oder auf bestehende SaaS-Produkte setzen? Die Antwort ist selten eindeutig – und hängt von Faktoren ab, die auf den ersten Blick nicht offensichtlich sind.
In der deutschen Immobilienwirtschaft beobachten wir beide Extreme: Unternehmen, die Millionen in Eigenentwicklungen investiert haben und nun mit technischen Schulden kämpfen. Und solche, die eine Sammlung von Insellösungen betreiben, die nicht miteinander kommunizieren. Beide Wege führen zu Ineffizienzen.
Die Build-Option rechtfertigt sich nur unter bestimmten Voraussetzungen:
Die Realität: Wenige Immobilienunternehmen erfüllen alle vier Kriterien. Eigenentwicklung bindet nicht nur Kapital, sondern auch Management-Aufmerksamkeit – eine Ressource, die im operativen Geschäft meist knapp ist.
Initiale Entwicklungskosten sind der sichtbare Teil des Eisbergs. Unsichtbar bleiben oft:
Ein Beispiel aus der Praxis: Ein mittelständischer Projektentwickler hatte über vier Jahre ein eigenes CRM entwickelt. Die Wartungskosten überstiegen irgendwann die Lizenzkosten etablierter Alternativen – ohne dass die Lösung funktional mithalten konnte.
Standardisierte B2B-SaaS-Lösungen eignen sich besonders für:
Der entscheidende Vorteil: SaaS-Anbieter aggregieren Learnings aus hunderten von Kundenbeziehungen. Diese Erfahrungsdichte können einzelne Unternehmen nicht replizieren.
Nicht jede SaaS-Lösung passt zum deutschen Immobilienmarkt. Relevante Kriterien:
Wenn Sie diese Kriterien für Ihre spezifische Situation durchsprechen möchten, können Sie einen unverbindlichen Termin vereinbaren.
In der Praxis bewährt sich oft eine Kombination: Standardprozesse über SaaS abdecken, differenzierende Funktionen gezielt selbst entwickeln oder durch Customizing anpassen.
Dieser Ansatz erfordert allerdings eine klare Architektur-Strategie:
Ein typisches Setup: SaaS für Projektvermarktung und Lead-Management, eigene Entwicklung für proprietäre Bewertungsalgorithmen, API-Integration für den Datenaustausch.
Stellen Sie sich diese Fragen:
Die ehrliche Beantwortung dieser Fragen führt meist zu einer klaren Tendenz. Wenn Sie unsicher sind, hilft oft ein Blick von außen. Kontaktieren Sie uns, um Ihre spezifische Situation zu besprechen.
Bei der Entwicklung von Mensura, Innoflat und Linktik haben wir selbst beide Seiten erlebt – als Anbieter und als Nutzer anderer Tools. Einige Erkenntnisse:
Diese Prinzipien gelten unabhängig davon, ob Sie selbst entwickeln oder einkaufen. Was zählt, ist die bewusste Entscheidung statt des Zufalls.
Die Build-vs-Buy-Debatte wird oft ideologisch geführt. In der Realität ist die richtige Antwort fast immer: Es kommt darauf an. Auf Ihre Strategie, Ihre Ressourcen, Ihren Markt.
Was wir empfehlen: Treffen Sie diese Entscheidung bewusst und dokumentiert. Überprüfen Sie sie regelmäßig. Und seien Sie bereit, Korrekturen vorzunehmen, wenn sich die Rahmenbedingungen ändern.
Wenn Sie vor einer konkreten Entscheidung stehen – sei es bei Bewertungssoftware, Vertriebstools oder Datenanalyse – schreiben Sie uns eine E-Mail. Wir teilen gerne unsere Erfahrungen aus der Entwicklung von Lösungen für den deutschen Immobilienmarkt.